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TAIJI - DIE BUCHT

taiji - die bucht
11. November 2022
Taiji - Die Bucht, Saison 01.September - 01. März 2022
Wieder schlachtet und tötet Taiji.
Färöer - Inseln / Abschlachtung das ganze Jahr
12. Oktober 2022 - mindestens 225 Pilotwale abgeschlachtet
Island Walfangsaison 2022
Island tötet in dieser Saison 139 Finnwale!!!
Norwegen schlachtet Wale
Auch Norwegen hält am Walschlachten fest
Loro Parque - Teneriffa
Orca-Bestand im Loro Parque von 7 auf 4 Orcas geschrumpft
© Ric O'Barry Dolphin Project

Taiji – Die rote Bucht in Japan

Ein unglaubliches Massaker an Delfinen

Hier erzähle ich euch über die unglaublich grausame Abschlachtung von Walen und Delfinen. Sie findet in Japan, an dem Küstenort Taiji statt. Jedes Jahr werden in der Zeit zwischen September und März hunderte Delfine und Kleinwale auf ganz besonders grausame Art und Weise abgeschlachtet. Sie werden gejagt, gefangen, misshandelt, verletzt, getötet und verkauft. Die Verantwortlichen berufen sich auf eine uralte Tradition. 

Erste Berichte über das grausame Treiben erschienen etwa im Jahr 2001. Bekannt wurde diese Abschlachtung erst richtig, als der Unterwasser-Fotograf Louie Psihoyos, das OPS-Team (Oceanic Preservation Society) und Ric O‘ Barry einen Film über das sinnlose Gemetzel drehte. Ihr Film „Die Bucht“ (Originaltitel „The Cove“) aus dem Jahr 2009, zeigt die unglaubliche Wahrheit über diese Bucht. Der Film wurde mit einem Oskar und vielen weiteren Preisen ausgezeichnet!

Inhalt

Taiji, ein kleiner Küstenort

Taiji befindet sich ca. 700 km südwestlich von Tokio und liegt in der Präfektur Wakayama. Es liegt an der östlichen Spitze der Kii-Halbinsel, an der Kumano-See des Pazifischen Ozeans und hat ca. 3060 Einwohner (Februar 2016). Die Gemeinde ist in zwei Ortsteile untergliedert: Taiji bildet das westliche Gemeindegebiet, wobei die Besiedlung sich hauptsächlich entlang der Taiji-Bucht erstreckt.
Das weitaus kleinere Teil erstreckt sich entlang der östlich gelegenen Moriura-Bucht mit dem Siedlungszentrum am Südende. Der einzige Fluss ist dort der Yoneko-Gawa-Fluss. 

Taiji ist eine von Felslandschaft umgebene kleine Stadt, mit durchaus beeindruckend schöner Landschaft. Klares Wasser und tolle Buchten. Ein idealer Ort, um seinen Urlaub zu genießen. Die Stadt wirbt damit, der „Herkunftsort des japanischen, traditionellen Walfangs“ zu sein. Im ganzen Ort kann man immer wieder Delfin-Skulpturen finden, die den Eindruck vermitteln … – hier liebt man Delfine! Doch seht einmal genauer hin.

Taiji-Die Bucht
Taiji - © Hans Peter Roth

Ein Irrtum!

Hier liebt man den Walfang und das Töten dieser Geschöpfe. Hier werden Delfine und andere Kleinwale als „Kakerlaken“ bezeichnet und ihre Jagd nennen sie Schädlingsbekämpfung. 

Taiji versucht durch seine Skulpturen, durch das Museum und Delfinarium den Touristen zu zeigen, dass hier Delfine geliebt werden, was aber ca. 300 Meter weiter in der Bucht passiert, wird verheimlicht. Auch die Einwohner von Taiji verlieren kein Wort darüber.

Die Tradition!

Ein Blick in die Vergangenheit.

Seit 1570 gibt es Belege für den Walfang in Japan. Großwale wurden auf hoher See mit kleinen Ruderbooten zusammengetrieben und abgeschlachtet. Aber in manchen Orten, so auch in Taiji, wurde irgendwann eine ganz besondere Treibjagd eingeführt.
Japanische Delfinjäger trieben Delfine mit Ruderbooten und mit Hilfe von Metallstangen und Steinen, die sie aufeinander schlugen und Lärm erzeugten, zusammen. Durch diesen für Delfine unfassbaren Lärm verwirrten sie ganze Delfinschulen. (Der Lärm, der Stress und die Angst führt bei Delfinen dazu, dass ihre Orientierung nicht mehr funktioniert). So trieben sie ihre Beute bis an die Küste. Im flachen Wasser war es leichter, die entkräfteten Tiere zu töten.

Walabschlachtung früher © Izumi Ishii
Walabschlachtung früher © Izumi Ishii

Für die Abschlachtung benutzten sie Lanzen, Stangen (an deren Ende sich Wiederhaken befanden) und auch anderen Tötungswerkzeuge. Die Delfinjäger hatten dabei eine Art Blutrausch und stachen ohne jede Gnade auf alles ein was sich bewegte. Es gab keine gezielte Tötung. Nachdem die Delfine ruhiger wurden, da sie entweder tot oder schwer verletzt waren, sprangen die Delfinjäger aus Ihren Booten und sammelten die Tiere ein, oder sie rammten ihre Wiederhaken in die Tiere und zogen sie damit an Bord oder ans Land.

Später, als es dann Netze gab, trieben sie die Delfine in die Bucht und riegelten diese mit mehreren aufeinanderfolgenden Netzbarrieren ab. Nun hatten sie genug Zeit – sie konnten Pausen einlegen – um später in aller Ruhe die Tiere abzuschlachten.

Diese Tradition wird heute noch so betrieben. Nur unter anderen Umständen und mit weitaus schlimmeren Folgen. Denn durch die heutigen kleinen, schnellen Treibjagdboote  werden die Delfine in einer vielen höheren Stückzahl erbeutet. Die Fischer haben ihre Techniken überarbeitet, alles geht nun noch gezielter, lukrativer und einfacher von statten. Und man versucht alles unter Planen zu verstecken.

So läuft die heutige Treibjagd ab

Je nachdem wie das Wetter in Taiji ist, fahren am frühen Morgen 12 Treibjagdboote besetzt mit Delfinjägern (Fischern) auf das Meer hinaus. Sie versuchen zwischen September und März, die vom Fischereiministerium freigegebene Fangquote einzufangen.

Die Boote der Jäger © Ric O'Barry/LIA
Die Boote der Jäger © Ric O'Barry/LIA

Da in Taiji das Wetter sehr wechselhaft ist, können sie nicht jeden Tag zur Treibjagd ausfahren. Nebel und Wellen behindern ihre Sicht. Und auch nicht jeden Tag den sie ausfahren, kommen sie mit reicher Beute zurück und doch sterben in dieser Zeit viele hunderte Delfine.

Sie suchen auf offener See nach Delfinschulen, ohne Hilfsmittel nur auf Sicht, da Delfine schon seit vielen hundert Jahren dort bejagt werden, wissen die Delfinjäger genau wo sie suchen müssen. Sobald ein Boot Tiere entdeckt hat, stoßen sie mit ihrem Boot schwarzen Rauch aus. Das ist das Signal für die anderen Treibjagdboote.

Nun fängt die Treibjagd und totbringende Hetze an. Die Delfine sind zunächst einmal sehr gelassen und kommen teilweise an die Boote herangeschwommen, da sie es lieben auf der Bugwelle eines Bootes zu schwimmen. Doch die Delfinjäger umkreisen die Delfinschule und stellen sich so auf, dass der Weg zum offenen Meer versperrt ist.

Dann benutzen sie ihre Metallstangen, die auf den Booten montiert sind. Die Stangen reichen bis ins Wasser und haben am unteren Ende eine Art trompetenförmige Erweiterung, die dazu dient den Lärm zu verstärken. Schon seit über 400 Jahren kommen Lärmstangen zum Einsatz. Sie schlagen mit einem Hammer oben auf die Metallstangen und der Lärm wird in das Wasser übertragen.

Treibjagd vor der Bucht © Ric O’Barry Dolphin Project
Treibjagd vor der Bucht © Ric O’Barry Dolphin Project

Delfine sind sehr lärmempfindlich, das machen sich die Delfinjäger (Fischer) zu nutzen. Völlig ängstlich und verstört bekommen sie Panik und versuchen zu fliehen. Durch den Lärm funktioniert ihre Kommunikation untereinander nicht mehr und sie können sich nicht mehr orientieren. Die Lärmwand schirmt die Tiere vom offenen Meer ab und nur der Weg Richtung Küste ist frei. Sie treiben sie immer weiter an die Küste heran.

Nur selten können die Tiere entkommen, da die Boote der Delfinjäger sehr wendig sind. Die Bucht rückt immer näher. Viele Delfine sind jetzt schon erschöpft oder sogar verletzt, da die Boote einfach über sie hinweg fahren. Irgendwann geben sie auf und lassen sich in die Bucht drängen. Augenblicklich wird die Bucht mit mehreren aufeinanderfolgenden Netzen abgesperrt und die Delfine sitzen in der Falle. Hin und wieder gelingt es einzelnen Delfinen zu entkommen, doch das ist sehr selten der Fall. 

Völlig verstört und außer Atem schwimmen sie nun in der Bucht umher, ohne zu wissen was ihnen bevorsteht. Bei dieser Treibjagd kommen schon viele Delfine ums Leben und sinken unbeachtet auf den Meeresboden. Bitte besucht die Facebook-Seite von Ric, dort gibt es viele Informationen und auch Videos. Dort könnt ihr euch die Treibjagd anschauen. Bilder sagen mehr als tausend Worte. Ric O’Barry Dolphin Project

© Ric O'Barry Dolphin Project/LIA
Mord unter der Plane © Ric O'Barry Dolphin Project/LIA

Die Bucht

Nun sind die Delfine gefangen, erschöpft, verstört und begreifen nicht was hier passiert. Durch die Hetzjagd sterben einige Delfine an Herzversagen, vor lauter Erschöpfung oder durch Verletzungen, die Ihnen während der Hetzjagd zugefügt wurden. 

Die Delfinjäger interessiert das nicht, sie sind eiskalt und freuen sich nur über ihren Fang. Übrigens, Tiere, die schon bei der Treibjagd im Meer verenden, zählen nicht zur Fangquote, diese sind einfach nur die Opfer die auf den Meeresboden absinken und niemanden kümmert es. 

Außerdem gibt es keine wirkliche Überprüfung, ob Fangquoten eingehalten werden. Mitunter werden die Fangquoten sogar nach oben korrigiert.

Ein Delfin wurde ausgesucht © Ric O'Barry/LIA
Ein Delfin wurde ausgesucht © Ric O'Barry/LIA

Das Aussuchen…

sie bleiben vorerst am Leben

Am selben – oder auch selten am nächsten Tag – werden die Tiere für Delfinarien ausgesucht. Im Wasser, Leute in Neoprenanzügen. Das sind Delfintrainer aus dem Delfinarium (Museum) von Taiji, die sich hier beteiligen um die schönsten Tiere auszusuchen. 

(Überwiegend werden nur große Tümmler für Delfinarien in der ganzen Welt ausgesucht, aber auch andere Arten verschwinden in Betonbecken.)

Die Delfine werden mit weiteren Netzen unterteilt, sie schreien vor Panik, Menschen rufen durcheinander, die Motoren der Boote heulen auf, ein Höllen Lärm. Wieder beginnt eine schlimme Zeit für die eingesperrten Delfine. Überwiegend Streifendelfine sind so scheu, dass sie vor lauter Panik gegen die Felswände springen und sich schwer verletzen.
Dass wollen diese Leute natürlich verhindern, denn sie möchten sich schöne Tiere für den Lebendhandel aussuchen. Deshalb kommt es vor, dass sie die Streifendelfine mit Netzen separieren und von den Felswänden fernhalten. Die Delfinjäger (Fischer) und Delfintrainer (Leute aus dem Museum) schauen sich um wo sich schöne Tiere befinden. Haben sie einen lukrativen Delfin ausgemacht, springen sie teilweise zu viert ins Wasser, zerren ihn ans Boot und zwingen ihn in eine Trage.

Abtransport zum Delfingehege© Ric O'Barry Dolphin Project
Abtransport zum Delfingehege© Ric O'Barry Dolphin Project

Der Delfin wird auf Makel untersucht, vermessen und das Geschlecht wird bestimmt. Passt alles, wird das Tier mit einem Boote aus der Bucht gebracht. Sie werden nicht weit von der Bucht entfernt in kleine Meerwassergehege gesperrt (mehr dazu weiter unten).

Vor ein paar Jahren kamen auch direkt Delfintrainer aus einer anderen Gegend aus Japan und suchten sich ihre Delfine gleich in der Bucht aus und nahmen sie per LKW mit. Diese Delfine waren dann günstiger zu erwerben, da sie noch nicht ausgebildet waren. Im LKW befanden sich kleine Behälter mit Wasser gefüllt. Der Delfin wurde für den kompletten Transport dort aufbewahrt. Manche Tiere überlebten den Transport erst gar nicht. Mittlerweile sieht man solche Transporte nicht mehr.

taiji-junges-ins-meer
Ein zu kleiner Delfin wird ins Meer zurück geworfen © Ric O'Barry Dolphin Project

Meistens werden nur junge, weibliche Tiere ausgesucht, da sie weniger Narben vorweisen und besser zu trainieren sind. Hat eines dieser Weibchen ein Junges in der Bucht, werden die zwei nun endgültig voneinander getrennt. Manche Jungen werden für Delfinarien mitgenommen, andere werden abgeschlachtet und wieder andere werden zurück ins Meer geworfen. Schon kurze Zeit nach der Trennung der Mutter sterben die Jungen, sie haben ohne ihre Mutter im Meer keine Überlebenschance. 
Immer wieder wurde versucht die Kleinen in Gefangenschaft mit Zwangsernährung (Ersatzmilch) und Beruhigungsmitteln am Leben zu halten. Aber sie sterben nur wenige Tage später.

Alle Tiere, die früher oder später lebend die Bucht verlassen, tauchen in den Delfinarien in der ganzen Welt wieder auf, das heißt, wenn sie bis dahin überhaupt überlebt haben. Immer wieder werden Nachts still und leise Delfine abtransportiert. Sie werden in Kisten verladen und weggebracht.

Ganz selten kommt es vor, dass nach dem Aussuchen der schönsten Tiere die restlichen Gefangenen wieder frei gelassen werden. Die Japaner sagen, dass sie das tun, um den Menschen in aller Welt zu zeigen, dass sie auch gutes tun. Der Hauptgrund ist aber, dass ihre Schlachthäuser, Delfin-Resorts und Gehege voll sind, oder die Delfine nicht geeignet sind. Sie haben ganz einfach keinen Platz für solche Tiere.

Delfine für die Abschlachtung © Ric O'Barry Dolphin Project
Delfine für die Abschlachtung © Ric O'Barry Dolphin Project

Das Schlachten

die Bucht färbt sich rot, unendliche Grausamkeit!

Sobald das Aussuchen für den Lebendhandel beendet ist, werden die restlichen Tiere abgeschlachtet.

Noch vor einigen Jahren!!??, als es nur wenige Aktivisten an der Bucht gab, wurden die Tiere direkt im Wasser oder am Ufer abgeschlachtet – vor den Augen der Menschen. Um sie näher heranzuziehen wurden ihnen Haken in die Blaslöcher gerammt. Dann wurde wahllos auf die Tiere eingestochen, die Kehlen durchtrennt oder mit Haken aufgerissen bis sie ausbluten. Zu sehen im Film „Die Bucht“.

Die rote Bucht© Ric O'Barry/LIA
Blut strömt zu den restlichen Walen © Ric O'Barry/LIA

Die Japaner in Taiji haben ihre Schlachtmethode „angeblich“ geändert, sie behaupten das die Tiere nun nicht mehr Leiden müssen. 

Die angeblich, verbesserte Methode:

Die Delfine werden jetzt in einem kleinen Seitenarm der Bucht geschlachtet, dieser ist von der Uferseite aus kaum einsehbar, man versucht das Schlachten zu verbergen. Am Ende des Seitenarmes kurz vor dem Strand sind Seile über die komplette Wasserfläche gespannt. Bei Schlachtungen werden dort große Kunststoff-Planen über die Seile gezogen. (Diese Planen sind wenn sie nicht gebraucht werden an der Seite der Bucht eingerollt und festgebunden). Der Eingang von der Meerseite aus kann mit der Plane wie ein Vorhang geschlossen werden. 

Die Delfine werden in die Nähe des Seitenarms getrieben. Dann springen mehrere Menschen in Neoprenanzügen ins Wasser und binden mehrere erschöpfte Tiere am Schwanz an und ziehen sie mit dem Boot unter die Plane. Bei dieser Aktion werden einige Tiere bereits ertränkt. 

Dort angekommen stechen sie jeden Delfin angeblich „Gewissenhaft“ ab. Dabei wird ihnen eine Metallstange kurz vor oder in das Blasloch gestochen. Die Metallstange wird bis zum Anschlag hineingebohrt. Anschließend wird das Loch mit einem Korken verschlossen, dass soll verhindern, dass sich das Wasser rot färbt.

Diese Methode ist heute (Jahr 2022) auf Filmen und Bildern von Aktivisten zu sehen. Allerdings weiß man nicht wirklich was sich hinter der Plane abspielt, das mit dem Blut funktioniert ja schon mal nicht.

verletzter Delfin
Verletzter Delfin © Ric O'Barry Dolphin Project

Aber, wir sehen auch: 

das Delfine immer noch sichtbar im offenen Wasser der Bucht getötet werden. Man darf nicht vergessen, das alle Delfine schon ab der Treibjagd stundenlange Qualen hinter sich haben. Es spielen sich folgende, unglaubliche Szenen ab.

Nach wie vor wird wahllos auf die Tiere eingestochen. Ihnen werden die Kehlen mit Messern durchtrennt oder einfach Haken und spitze Metallstangen in die Körper getrieben. Auch hier springen Menschen mit Neoprenanzügen (Leute vom Museum und Delfinarium) ins Wasser, aber diesmal drücken sie ihre Opfer so lange unter Wasser, bis sie ertrinken. Beim Ertränken der Tiere sieht man, dass sie sich dabei amüsieren.

delfin im netz
Delfin im Toteskampf © Ric O'Barry Dolphin Project

Panische Tiere versuchen ihre verletzten, blutüberströmten Artgenossen an der Oberfläche zu halten, damit sie Atmen können. Delfine springen vor lauter Angst und Panik gegen Felswände und verletzten sich schwer.
Mütter rufen nach ihren Kindern, Kinder nach ihren Müttern. Schwangere kalben vor lauter Panik oder werden noch trächtig abgestochen. 

Kleine Delfine die es nicht wert sind sie zu verkaufen oder zu anstrengend sie wieder frei zu lassen, werden ebenfalls abgestochen. Es wird immer wieder beobachtet wie sich die Kleinen an ihre blutenden Mütter drücken, um bei ihnen Schutz zu suchen, dabei stoßen sie entsetzliche Schreie aus.

Es schwimmen Delfine umher, die sogar Blut erbrechen. Es sind Tiere zu sehen, deren Körper aufgerissen sind; es werden Delfine gefilmt, die aus Löchern entsetzlich bluten und schwanzschlagend untergehen. 

Diese Delfine müssen erleben wie ihre Mütter, ihre Kinder, ihre Väter und andere Familienangehörigen brutal abgeschlachtet werden. 
Die Schlachtungen können sich über mehrere Stunden hinziehen. Hin und wieder wird auch nur ein Teil der Tiere getötet und die anderen erst am nächsten Tag. So schwimmen verletzte und tote Tiere die ganze Nacht im Blut ihrer Familien.

Es sind qualvolle, entsetzliche Stunden der Panik und Angst, bist auch sie an die Reihe kommen, dann erwartet sie eine minutenlanger Todeskampf. Egal auf welche Weise sie getötet werden, alle Methoden sind unglaublich brutal.
So viel zu: die Tiere müssen nicht mehr Leiden.

Unvorstellbar, ich frage mich wie die vielen Tierschützer und Aktivisten von Sea Shepherd, Dolphin Project und die Aktivisten von LIA der japanischen Schutzorganisation sowie alle anderen die dort Fotografieren und Filmen diese unglaublichen Szenen aushalten können. Werden sie diese Bilder je wieder aus ihren Köpfen bekommen?

Delfine sind sehr soziale Tiere, die eine richtige Familie gründen. Sie achten aufeinander, helfen sich gegenseitig und besonders auf die jungen Kälber wird gut aufgepasst, auch wenn es sich nicht um ihr eigenes Junges geht. Verletzte Tiere werden nicht allein gelassen und sollte es einem Delfin schlecht gehen, und er kann nicht mehr selbst zur Wasseroberfläche schwimmen, bringen und halten ihn die anderen Familienmitglieder an der Oberfläche.

Die Schlachtbarkasse

An manchen Tagen, wenn die Delfinjäger eine sehr große Schule von Delfinen eingefangen haben, setzen sie ein Boot ein, das sich übersetzt Schlachtbarkasse nennt. Sie fangen die Tiere mit Netzen ein und ziehen sie an Bord. Das Boot ist so ausgelegt, dass sie die Delfine an Ort und Stelle töten können. 

Mittlerweile wird die Sicht „in“ das Boot mit Planen versperrt. Zu sehen ist aber, dass sich um das Boot herum immer mehr Blut im Wasser verteilt. Ein anderes Boot holt die Tiere ab. Mehrere Tiere werden am Schwanz mit einem Seil zusammengebunden, dann zeiht das andere Boot die Tiere einfach von Bord und bringt sie zum Schlachthaus. Diese Schlachtbarkasse wird auch später bei der Jagd auf größere Wale eingesetzt.

© Ric O'Barry Dolphin Project
Das Schlachthaus, sie warten auf Delfine © Ric O'Barry Dolphin Project

Das Schlachthaus

Endstation

Die Meeressäuger sterben nicht alle sofort, tote und schwer verletzte Tiere werden in die Boote gezogen oder am Schwanz angebunden und in das naheliegende Schlachthaus am Hafen transportiert. Über den Wasserweg ist das Schlachthaus nur wenige Minuten entfernt. Oft sind die Boote durch Planen geschützt, damit man die Delfine nicht sehen kann. Hin- und wieder sieht man eine Schwanzflosse die schlägt, oder ein Tier das den Kopf hin und her wirft, diese Tiere befinden sich noch immer im Todeskampf.

Im Schlachthaus angekommen, werden die Toten Tiere auf den Boden geworfen. Anschließend werden die Tiere dann für den Verkauf zerlegt und in die Kühltruhen gepackt, ein Teil wird auf dem Markt direkt am Hafen verkauft. Beliefert wird auch der Fischmarkt in der Stadt, die Supermärkte, unzählige Hotels, Restaurants sowie auch Schulen, Kindergärten und Altenheime. 

Hier endet der Bericht, was die Toten Tiere anbelangt.
Weiter geht es mit den Delfinen weiter, die noch am leben sind.

Taiji Gehege © Ric O'Barry Dolphin Project
Taiji Gehege © Ric O'Barry Dolphin Project

Delfingehege

Die Delfine, die sich die Delfintrainer ausgesucht haben, werden von den Fischern oder auch von den Trainern aus der Bucht gebracht. Entweder in die nahegelegenen Meerwassergehege im Hafen, direkt ins Gehege am Museum, oder ins die Dolphin Base/Resort gegenüber der Bucht. Je nachdem wer die Delfine bezahlt hat.

Zu kleine Kälber, ältere Delfinweibchen und männliche Delfine werden fast nie für Delfinarien ausgesucht, diese werden abgeschlachtet.

Die Gehege sind mit Holzstegen und Netzen unterteilte, kleine Becken direkt im Meer. In allen Anlagen werden Delfine gefangen gehalten. 
Das Fotografieren und betreten der Anlagen ist verboten, die Gehege sind sehr gut bewacht und auch viele Kameras sind installiert. Wer das Gehege betritt, findet sich schnell auf der Polizeiwache wieder. Die Strafen hierfür sind 600 Dollar und/oder Knast. Von weiten können Aktivisten aber immer wieder Filme drehen und Fotografieren, allerdings nie ohne das sie die Polizei im Nacken sitzen haben. 

Diese Gehege werden dazu genutzt die Tiere gefügig zu machen. Sie lassen die Delfine erst einmal ein paar Tage hungern, dann wird ihnen toter Fisch angeboten (mit Beruhigungsmitteln), doch Delfine fressen keine Toten Fische. Sie weigern sich die Nahrung anzunehmen und hungern. Ein Delfin ist sehr willensstark und so kann es lange dauern bis er sich fügt.

Die Delfintrainer haben aber kein Mitleid mit den Tieren. Es gilt einfach: friss oder stirb!

Oft fressen sie nur wenige Happen, um gerade nicht zu verhungern und weigern sich dann wieder tagelang nur einen einzigen Bissen zu fressen. Das ist sehr schlimm für die Delfine. Eigentlich kann man hier von Folter sprechen, denn die Tiere nehmen durch die frischen, lebenden Fische auch Wasser zu sich. Sie trinken kein Wasser aus dem Meer – toter Fisch enthält aber kein Wasser und so leiden sie auch an Wassermangel.

Was die Delfintrainer dort gegen den Wassermangel unternehmen ist wirklich schlimm für die Tiere. Sie schieben den Delfinen einfach einen Schlauch bis in den Magen und pumpen Wasser hinein – sozusagen Zwangswässerung. Das machen sie auch bei kleinen Delfinen die eigentlich noch säugen, sie versuchen sie am Leben zu halten. Sie werden mit Futterbrei und Medikamenten über einen Schlauch zwangsernährt. Die meisten kleinen Delfine überleben diese Prozedur aber nicht und so wurde das lange nicht mehr dokumentiert.

In diesen Netzbecken brechen sie den Willen der Delfine. Das kann lange dauern, aber irgendwann geben die Delfine auf, sie fressen den toten Fisch. Sie lassen sich Zwangswässern, lassen sich anfassen und gehorchen. Dann beginnt die Dressur. Alles dort ist genau durchdacht, selbst die Gehege sind bewusst klein gehalten, damit sie sich an die Enge eines Delfinbeckens gewöhnen.

Dresur © Ric O'Barry Dolphin Project
Dresur im Gehege © Ric O'Barry Dolphin Project

Training

Futterentzug – Misshandlungen – Dressur

Die Dressur beginnt. In allen Anlagen läuft die Dressur gleich ab. Unter ständigen Futterentzug lernen die Delfine Kunststücke. Sie haben Spielzeug das auch in den Delfinarien in der ganzen Welt benutzt wird. Die Delfine bekommen diese aber nur während der Dressur. Sie lernen, dass es nur Futter gibt, wenn verlangte Kunststücke ausgeführt werden.

© Ric O'Barry Dolphin Project
Ein Delfin sammelt Abfall um belohnt zu werden © Ric O'Barry Dolphin Project

Manche Delfine sind so schlau und bringen schon einmal Abfall aus dem Wasser um es den Trainer zu übergeben, in der Hoffnung etwas Futter zu bekommen, doch leider wird dieses Verhalten nicht belohnt. Nur die geforderten Kunststücke werden beachtet. Trainingszeiten bedeuten dann den Tieren sehr viel, sie haben Abwechslung, bekommen etwas zu fressen und sind beschäftigt. Da die Tiere auch fast keinen Kontakt zu anderen Delfinen bekommen, freuen sie sich, dass sie zu diesen Zeiten mit anderen Delfinen zusammen schwimmen dürfen.

Außerhalb des Trainings haben sie keine Spielsachen, fast keinen Kontakt zu Artgenossen und auch fast kein Futter. Sie drehen einsam ihre Runden und betteln ständig nach Futter. Das ist dann die einzige Beschäftigung.

Diese Reizarmut ist eine Folter für die sozialen Tiere. Die Delfine sind irgendwann so weit, dass sie nicht mehr selbstständig handeln, sondern nur noch das tun, was von Ihnen verlangt wird. Außerdem stehen manche Tiere unter Medikamenteneinfluss, meist solche Tiere die dazu neigen auszubrechen und einfach zu nervös und aufmüpfig sind.

© Ric O'Barry Dolphin Project
Besucher bei den Delfinen im Gehege © Ric O'Barry Dolphin Project

Aktivisten beobachten immer wieder, wie Delfine über die Absperrung springen aber sie schwimmen nicht weg. Wenn die Trainer das bemerken bekommen sie nicht einmal Panik, denn die Delfine verlassen ihre Artgenossen nicht. In aller Seelenruhe öffnen sie das Gehege und locken mit ihren Futtereimern, die Delfine schwimmen nach einiger Zeit einfach wieder an ihren Platz. Futter gibt es aber nicht. Unglaublich!

Sobald die Tiere einigermaßen Fressen und schon kleine Kunststücke können und gehorchen, werden sie ins Walmuseum gebracht, da es dort auch ein Delfinarium gibt. Sollte dort noch kein Platz sein, bleiben die Delfine für weitere Wochen in den Gehegen oder sie ziehen in die Dolphin Base/Resort um, falls es dort schon wieder Platz gibt (weiter unten mehr dazu).

© Ric O'Barry Dolphin Project
Delfinen wird Wasser eingeflößt, achtet auf die Wassertiefe © Ric O'Barry Dolphin Project

Das Museum mit Delfinarium

Ca. 300 Meter Luftlinie von der blutigen Bucht entfernt – abgetrennt durch den Berg der sich „Tsunamiberg“ nennt – befindet sich das Walmuseum von Taiji. Es handelt sich aber eigentlich nicht wirklich um ein Museum wie man es bei uns in Deutschland kennt. Es ist eine große Anlage mit mehreren Gebäuden. Unter anderem befinden sich dort auch Räume die als Museum genutzt werden, ein Souvenirladen und das Delfinarium mit Becken im Innen- und Außenbereich und Delfingehege mit Meerwasser.

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Überblick Walmuseum © Ric O'Barry Dolphin Project/LIA

Das Museum zeigt mit vielen echten und auch nachgebildeten Booten, Skeletten, Skulpturen und Miniaturansichten den traditionellen Walfang von Japan und Taiji. Dort findet man nachgestellte Szenen wie früher der Walfang betrieben wurde.
Dieser Walfang hat aber rein gar nichts mit der heutigen Walfangindustrie in Japan zu tun. Des Weiteren kann man, in Gläser mit Flüssigkeit abgefüllte kleine Babydelfine verschiedener Delfinarten begutachten, sowie Gehirne von Delfinen.
Auch kann man echte Skelette von verschiedenen Delfinen anschauen. Man sieht die Tötungswerkzeuge von früher und heute und andere Hilfsmittel der Jagd. Auch Harpunen, Lanzen, Messer und Gewehre sind dort zur Schau gestellt.

© Ric O'Barry Dolphin Project
Ausstellung im Museum © Ric O'Barry Dolphin Project

Hans Peter Roth – der Autor des Buches „Die Bucht – Flippers grausames Erbe“ – beschreibt sehr ausführlich, was sich hinter dem Walmuseum und dem dort angeschlossenen Delfinarium verbirgt.

Herr Roth schreibt: „Das Museum zeigt die Geschichte des japanischen Walfangs bis in die Gegenwart, mit immer größeren, schnelleren, raffinierteren Kanonen und Sprengharpunen. Eine Geschichte, die nicht in der Gegenwart aufhört, sondern in Japan noch immer Zukunft hat“.

Das Walmuseum ist mit eines der größten Händler für wildgefangene Delfine. Außerdem sind sie wie bereits mehrfach dokumentiert wurde, am Delfinfang beteiligt.

Die eigentliche Einnahmequelle des Museums sind nicht die Eintrittsgelder, sondern der Verkauf von wilden, lebenden Delfinen. Diese befinden sich im angeschlossenen Delfinarium. Forschung, Bildung und Information wird hier als Deckmantel vorgeschoben. Die Japaner in Taiji forschen nicht, bilden nicht und Informieren nicht.

Sie schlachten, sie quälen, sie verkaufen und essen Delfine und sie lachen darüber.

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Ein Boot im Walmuseum, wie es früher einmal war.

Im Museum sind mittlerweile keine „westlichen“ Besucher mehr geduldet. An der Kasse steht ein Schild mit der Aufschrift: „No entry for Anti-whaling-activists!“, sie haben Angst vor Aktivisten. Sobald am Eingang des Museums jemand auftaucht, der ein potenzieller Aktivist oder Tierschützer sein könnte, wird dieser entweder sofort abgewiesen und bekommt keinen Einlass, oder er wird zur Seite genommen und muss sich ganz genau erklären, warum er hier ist. Es kam schon mehrfach vor, dass ganz normale Touristen verdächtigt wurden, obwohl sie nur das Museum und das Delfinarium besuchen wollten. 

Das westliche Touristen nur selten Einlass bekommen, stört mich persönlich jetzt auch nicht weiter, denn man darf solche Mörder und Tierquäler nicht mit Eintrittsgeldern und Zuspruch belohnen. Auch wenn man von dem ganzen Massaker nichts weiß, ein Delfinarium zu besuchen unterstützt immer diese korrupten Delfinhändler und das unendliche Leid der Tiere.

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Souvenirladen im Museum © Hans Peter Roth

Der Souvenirladen

Im Museum/Delfinarium ist ein Souvenirladen. Dort kann man Getränke, Süßigkeiten, Snacks und viele Delfinartikel kaufen, unter anderem natürlich auch Plüschtiere von Delfinen (und auch hier entsteht wieder der Eindruck in Taiji liebt man die Tiere) aber, wenn man ein bisschen darüber nachdenkt…direkt neben dem Regal der Plüschtiere gibt es ein Regal mit verpacktem Walfleisch und eine Kühltruhe mit frischem Walfleisch. In Wirklichkeit ist es reines Delfinfleisch (später mehr darüber). 

Nicht wenige der Besucher sehen sich zuerst die Delfinshow an, streicheln einen Delfin und knabbern dann anschließend – oder auch schon während der Show – einen Walfleisch-Snack. Wie makaber ist das denn?! 

Direkt gegenüber vom Museum befindet sich ein japanisches Restaurant das Walfleisch anbietet.

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Ein Delfin im Delfinarium - im Walmuseum Taiji © Ric O'Barry Dolphin Project

Das Delfinarium – mit Walsnack

Das Delfinarium im Museum in Taiji ist eine sehr große Anlage, unterteilt in drei Bereiche. Zum ersten Mal kommen hier die Tiere mit Betonbecken und Chlorwasser in Berührung.

Das Chlor schadet den Delfinen, deshalb schwimmen sie meist mit geschlossenen Augen umher, da das Chlor vor allem die Augen aber auch die Haut der Tiere angreift.

Es gibt Chlorbecken unter Dach, man kann durch einen Glastunnel Delfine beobachten und fotografieren. Dort befinden sich mehrere Delfine, unter anderem auch die Albino Delfine Angel, Shiro und Yuki.

Die Shows finden aber im Außenbereich statt, hier sind drei weitere Betonbecken mit Chlorwasser. Das Showbecken befindet sich in der Mitte und hat auch eine Plattform für die Delfine, sowie eine Zuschauertribüne.

Außerhalb im Meer befinden sich wieder diese kleinen Meerwassergehege. Auch dort sind Delfine eingesperrt. Um die Gehege ist noch ein großer Bereich mit Netzen abgesperrt, damit man Schwimmen mit Delfinen anbieten kann.

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Ein Streifendelfin im Chlorbecken © Ric O'Barry Dolphin Project

Die Show

und was dahinter steckt

Alle Delfine die vom Museum aus „trainiert“ verkauft werden, kommen zum Schluss ins Delfinarium. Wie überall in den Delfinarien, sind auch hier mehrere Lautsprecher angebracht. Während der Shows läuft immer die gleiche Musik – mit großer Lautstärke, um die Tiere an den Lärm zu gewöhnen.

Wie schon erwähnt liegen drei Becken nebeneinander. Die Becken sind durch Schieber abgetrennt. Je nach Ausbildungsstatus kommen die Tiere in die einzelnen Becken. Im großen Showbecken in der Mitte sind die Delfine, die schon am besten Ausgebildet sind. Die Delfine in den benachbarten Becken sollen während der Show zusehen und lernen.

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Schmerzhafte Kunststücke für die Belustigung der Menschen © Ric O'Barry Dolphin Project

Im großen Showbecken gibt es auch eine Plattform, die Tiere müssen auf die Plattform springen. Ich glaube, jeder weiß mittlerweile wie schmerzhaft und unangenehm das für Delfine ist. Ihre Organe werden durch das große Gewicht zusammengequetscht und ein Delfin möchte auch nicht aus dem Wasser, denn es gleicht einer Strandung und Strandung bedeutet im Instinkt dieser Tiere den Tod.

Aber mit Zwang und Futterentzug machen sie auch bei dieser Prozedur mit, daran kann man sehen, wie stark der Wille gebrochen ist und wie groß der Hunger. Die Showdelfine bekommen vor der Show nur Fischhappen damit sie gerne an der Show teilnehmen um Futter zu bekommen. Die Fischhappen sind mit Beruhigungsmitteln getränkt, dadurch sollen die Tiere etwas gedämpft werden. Die Delfine in den Nebenbecken sind besser gefüttert, damit sie Ruhe geben. 

Die Delfine, die besonders schöne Kunststücke vorführen, bekommen aber auch einmal ganzen Fisch als Belohnung, das lernen die Tiere auch ganz schnell und sind besonders darauf bedacht zu gefallen. Am Schluss der Vorführung werden zahlreiche Erwachsene und auch Kinder in ganz normalen Straßenklamotten und Schuhe auf die Plattform geholt, dort liegen dann die Delfine außerhalb vom Becken und müssen sich Streicheln und Fotografieren lassen.

Und um das Ganze noch einmal in Erinnerung zu rufen, die Delfine werden weiterhin mit dem Wasserschlauch gewässert, damit sie genug Flüssigkeit erhalten.

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Die Delfine liegen außerhalb © Ric O'Barry Dolphin Project

Wenn keine Shows stattfinden und die Delfine hungrig und gelangweilt in den Becken ihre Runden ziehen, kann man hin und wieder beobachten, dass ein Delfin – ohne dass es jemand von ihm verlangt – aus dem Wasser springt und sich auf den Betonboden legt. Einfach nur weil er hungrig ist. 

Das ist ein völlig unnatürliches Verhalten und er tut es nur, weil er Fisch erwartet. Doch wenn er es außerhalb der Shows macht, gibt es nichts. Manchmal liegen die Delfine eine lange Zeit außerhalb des Beckens, sehen es die Trainer gehen sie gelangweilt hin und schubsen sie mit dem Fuß ins Becken zurück.

Dass diese ganze Abrichtung, von der Gefangennahme bis zum Verkauf so dermaßen gezielt und durchdacht abläuft, zeigt dass die Japaner genau wissen, wie intelligent Delfine sind. 

Aber die Art und Weise der Abrichtung, ist eine einzige Tierquälerei! 
Auch in den anderen Delfinarien auf der ganzen Welt werden Delfine durch Futterentzug und Langeweile abgerichtet. Außerhalb der Showzeiten bekommen die Tiere nur das nötigste zu Fressen und keinerlei Ablenkung oder Spielsachen. Geht die Show dann los, machen sie gerne mit, denn dann heißt es nicht nur etwas zu tun zu bekommen, sondern sie bekommen auch Fisch als Belohnung.

Das Walmuseum besteht nicht aus dem Grund um den Leuten vor Ort oder Besuchern die Delfine näher zu bringen, das hat auch nichts mit Forschung zu tun. Diese Anlage ist nur dazu da, Delfine auszubilden um sie teuer verkaufen zu können. Nebenbei nimmt man etwas Geld ein und man kann sich hinter einem Museum und einem Delfinarium verstecken.

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Angel in Taiji © Ric O'Barry Dolphin Project

Albino-Delfine in Taiji

Shoujo (Angel) – Delfinart: Großer Tümmler

Am 17. Januar 2014 wurden während der Fangsaison, fünf große Pods von Großen Tümmlern zu einer Gruppe zusammen getrieben und es gelang den Delfinjägern alle Delfine in die Bucht zu treiben. Die Delfinschulen waren so groß, dass das Aussuchen und Selektieren mehrere Tage dauerte.

Unter den Delfinen befand sich auch ein Tümmler-Weibchen mit ihrem etwa 2 -jährigen weiblichen Kalb. Der kleine Delfin fand sofortige, besondere Beachtung durch die Delfin-Trainer und Delfinjäger, denn die kleine ist komplett weiß. Es ist ein Albino-Delfin.
Delfinschützer konnten mit Filmaufnahmen seine Gefangenschaft aufzeichnen. Der kleine Delfin wurde sofort ins Gehege am Hafen gebracht und später in das nahe gelegene Delfinarium im Museum. Die Organisation SaveJapansDolphin taufte die kleine auf den Namen „Angel“, da sie wegen ihrer Farbe aussieht wie ein kleinen Engel mit Flossen. Die Japaner tauften sie Shoujo. In den kommenden Tagen wurden 50 Tiere für Delfinarien aussortiert und einige Tiere freigelassen, da alle Stationen überfüllt waren. Angels Mutter blieb mit den restlichen Delfinen in der Bucht zurück.

Am Morgen des 21. Januar begann die Abschlachtung. Die Mutter von Angel, so schreibt
Paul Watson (Sea Shepherd) auf seiner Webseite, wurde zuletzt zwischen schreienden, verwundeten und verängstigten Delfinen in der Bucht voller Blut gesichtet, sie hielt ihren Kopf aus dem Wasser, und hielt Ausschau. Sie wurde mit den anderen Delfinen abgeschlachtet, Angel wird wohl im Walmuseum bleiben, da sie rosafarbene Augen hat, ist sie ein echter Albino. Vielleicht kommt sie in ein Zuchtprogramm um noch weitere weiße Delfine zu züchten.

Shiro – Delfinart: Rundkopfdelfin

23. November 2014: ein weiterer weißer Delfin befand sich in einer Gruppe von Delfinen die gefangen wurden. Es ist ein weiblicher Rundkopf-Delfin, sie ist zwar überwiegend weiß, hat aber einen großen grauen Flecken und ihre Augen sind nicht rosafarben. Somit ist Shiro zwar kein echter Albino, wird aber in Taiji so bezeichnet, da ihre Haut doch ungewöhnlich viel Weiß-Anteil hat. Sie gaben ihr den Namen Shiro.
Auch sie dürfte viele tausende von Dollar wert sein. Shiro´s komplette Familie wurde am Tag ihrer  Gefangennahme abgeschlachtet.

Yuki – Delfinart: Rundkopfdelfin

28. November 2014: das unglaubliche passierte. Nur 5 Tage nachdem Shiro gefangen wurde, treiben die Jäger wieder eine Gruppe Rundkopfdelfine in die Bucht.
Und unter ihnen ist tatsächlich ein weiterer weißer Delfin. So haben diese Schlächter nun auch noch einen männlichen weißen Rundkopfdelfin in ihren Händen. Er wird natürlich sofort aus der Bucht gebracht. Seine restliche, komplette Familie wird sofort abgeschlachtet. Der Albino wird auf den Namen Yuki getauft. Auch er ist kein richtiger Albino, denn seine Augen sind normal.

Es ist nicht zu glauben, hintereinander 3 weiße Delfine, auch wenn zwei davon keine echten Albino sind. Sie schwimmen nun zusammen im Delfinarium in Taiji. Dies drei werden insgesamt auf 1,5 Millionen Dollar geschätzt.

Update 12.04.2018: laut einer Meldung befinden sich noch alle drei in Taiji.
Update 15.09.2022: zumindest Angel befindet sich immer noch im Delfinarium in Taiji.

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Angebotsschild Dolphin Base © Ric O'Barry Dolphin Project

Die Dolphin Base/Resort Hotel

In der Nachbarbucht, von der Landseite aus gesehen, befindet sich fast gegenüber der Blutbucht noch eine große Anlage, die Dolphin Base mit Resort Hotel. Auch diese Menschen dort verkaufen Delfine in alle Welt. Die Dolphin-Base in Taiji gehört, neben dem Wal-Museum, zu einem der größten Delfin-Händler der Welt.

Wie sie an die Delfine kommen ist klar, das sind auch die Delfine aus der Blutbucht. In der Dolphin Base, befinden sich viele kleine Meerwassergehege, auch dort wird auf die gleiche Art mit den Delfinen umgegangen. Abrichtung und Dressur mit Futterentzug und Zwangswässerung, genau gleich. 

Der Unterschied, dort gibt es kein Delfinarium, die Delfine werden in den Meeresgehegen ausgebildet und kommen dann um sich an das Chlorwasser zu gewöhnen in einen sehr kleinen Pool der Chlor enthält, dort bleiben sie bis zum Verkauf.

Um sich an Menschen zu gewöhnen, wird dort Schwimmen mit Delfinen, Streicheln und Füttern, durchs Wasser ziehen lassen und kleinere Showeinlagen angeboten. Auch hält dort mehrmals täglich ein Rundfahrtschiff, das auch aus dem Nachbarort kommt. Das Boot wird sehr nahe an das Gehege gefahren dort hält es an, es werden Kunststücke gezeigt – die Menschen Klatschen und Jubeln und das Schiff fährt weiter. Dadurch werden die Delfine an den Lärm der Menschen gewöhnt.

Das Schwimmen mit Delfine artet sowohl im Museum als auch in der Dolphin Base total aus. Teilweise schwimmen 50 Menschen auf einmal Stundenlang mit den Tieren. Da viele Japaner nicht schwimmen können, nehmen sie allerhand Schwimmtiere, Schwimmnudeln und Schwimmreifen mit in das mit Netzen abgetrennte Meerwasser. Die Delfine sind den ganzen Tag im Dauerstress, die Besucher machen stundenlang Lärm, hängen sich an ihre Rückenflossen um sich ziehen zu lassen, sie streicheln die Tiere und in der Menschenmenge werden die Delfine immer wieder getreten und geschubst. Furchtbar!!!

Wenn die Besucher weg sind, schwimmt viel Abfall im Meer, unter anderem verlorene Gegenstände und auch teile von diesen Plastikschwimmhilfen. Nur die sichtbaren Teile werden entfernt, aber die Delfine finden auch den Müll der untergegangen ist oder in Ecken versteckt hängen geblieben ist. Dieser Plastikmüll ist gefährlich für Delfine, mal Abgesehen davon das einiges auch auf das offene Meer hinaustreibt.

Gebt doch einmal Dolphin Base in Google ein, ich habe noch kein Bild gefunden das ich ohne Copyright Verletzung zeigen kann, seht selbst in der Bildersuche. Sobald ihr ein Bild findet mit Massen an Menschen darauf die mit Delfinen schwimmen, wurde es höchstwahrscheinlich in Taiji oder in andern japanischen oder chinesischen Delfingefängnissen aufgenommen.

Die Showzeiten:

Um 9.30 Uhr, 11.15 Uhr, 13.15 Uhr und 15.15 Uhr finden Delfin-Shows und um 10.15 Uhr, 12.15 Uhr, 14.15 und 16.00 Uhr finden Wal-Shows statt. Fast genau jede Stunde ein Auftritt, (was sind sie doch fleißig).

Weitere Angebote: 

Streicheln, Füttern, Fotografieren, Delfin-Trainer-Kurs, Schwimmen mit Delfinen, Boots-Paddeltouren zu den Tieren.

Es sind immer genügend Delfine für die eigenen Shows vorhanden, der Rest wird verkauft. Ein abgerichteter Delfin bringt bis zu 150 000 Dollar ein. Auf die Dauer ein Millionengeschäft.

Hintergründe:

Ein Besuch im Delfinarium

Was sieht der Besucher?

Der Delfin lächelt, er macht bereitwillig bei den Shows mit und fühlt sich anscheinend wohl. Sie spielen gerne mit Bällen, anderen Spielzeug; sie legen sich bereitwillig auf den Betonboden und lassen sich gerne streicheln. In offenen Gehegen: Sie schwimmen gerne mit uns Menschen und ziehen uns sogar durchs Wasser. 

Was sieht der Besucher nicht?

Sie sehen nicht wie brutal die Jagd und die Gefangennahme abgelaufen ist. Sie sehen nicht wie ihre Familien abgeschlachtet wurden. Sie sehen nicht wie ihr Wille gebrochen wurde. Sie sehen nicht wie gelangweilt die Tiere ihre Runden ziehen. Sie sehen nicht, dass die Tiere entsetzlich hungern, Medikamente bekommen und mit dem Schlauch Wasser in den Magen gepumpt wird. Sie wissen nicht das Chlorwasser den Delfinen schadet. Sie wissen nicht wie viele Sterben, die es nicht einmal bis zum Delfinarium schaffen. Sie sehen nicht wie die Tiere trauern und wie einsam sie sind. Sie sehen auch die Verletzungen nicht. Sie sehen einfach nicht wie sehr die Tiere leiden. 

Oder wollen sie das einfach alles nicht sehen?!

Diese armen Geschöpfe waren noch vor wenigen Monaten in Freiheit, und nun werden sie ein Leben lang in einem Delfinarium eingesperrt um dort zu Leiden und zu Sterben. Nur um uns Menschen ein paar Minuten lächeln auf die Lippen zu zaubern. 

EINE SCHANDE AN DIE MENSCHEN, DIE DELFINARIEN BESUCHEN! BLEIBT DORT WEG, EGAL WO SICH DAS DELFINARIUM BEFINDET!

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Absperrungen © Hans Peter Roth

Taiji – eine Festung

Man könnte annehmen, dass der Hafenbereich in Taiji wie jeder andere Hafen aussieht, der Strand wie jeder andere Strand, eine Bucht wie jede andere Bucht. Aber dem ist nicht so, überall wo es sich um Delfine dreht, sind Polizisten vor Ort. Überall stehen Schilder mit Anweisungen, Absperrung an Absperrung. Überwachungskameras und teilweise Alarmanlagen. Direkt an der Straße von der Bucht wurde mittlerweile eine neue kleine Polizeistation eingerichtet und sogar ältere Polizisten aus dem Ruhestand zurückgeholt.

Sollte eine westlich aussehende Person den Hafen, den Strand, die Bucht oder eine andere Gegend betreten wo es um Delfine geht, kann man sofort mit Polizeibesuch rechnen. Sollte man sich den Meerwassergehegen mit den Delfinen nähern, ist man sofort von Polizisten umzingelt, man wird zum Gespräch gebeten. Diese Gespräche können sich auf mehrere Stunden ausweiten und sogar eine Abtastung und eine Durchsuchung nach sich ziehen. Immer wieder werden einfache Touristen mit auf die Polizeiwache mitgenommen und lange verhört.
Auch alle anderen Wege, die zum Beispiel zur Bucht führen, sind durch Zäune und Schilder geschützt. Sollte man Schilder missachten und diese Wege trotzdem betreten, findet man sich sofort auf der Polizeiwache wieder.

Entweder steht man dann mit einem Fuß bereits im Knast, oder man kann sich auf einige Verhörtage auf der Polizeiwache einstellen und man bekommt eine hohe Geldstrafe. 

delfine in einem hotel
Delfine in einem Hotel in Bali © Ric O'Barry Dolphin Project

Wo tauchen Taiji Delfine auf?

In Delfinarien auf der ganzen Welt. Etwa 99 Länder sind bekannt, die Dunkelziffer dürfte aber weit höher liegen. Die meisten Delfinarien gibt es in China und Japan, zusammen etwa 120 Delfinarien.

Hauptabnehmer der Delfine sind:

China, Japan, Korea, Vietnam, Palau, Ägypten, Ukraine, Iran, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate, Georgien, Saudi-Arabien, Tunesien, Katar, Philippinen, Thailand, Indonesien.

Einige Delfinarien beendeten die offiziellen Einkäufe irgendwann, da entweder ein Wal/Delfin nach dem anderen innerhalb kurzer Zeit starb, sich ein Kauf dort nicht mehr lohnte oder weil man nicht mehr mit den Abschlachtungen und Gefangennahmen in Taiji in Verbindung gebracht werden wollte.

Trotz allem sind es weltweit wahnsinnig viele Delfinarien, Parks und Einrichtungen, die entweder direkt in Taiji Delfine kaufen oder über Umwegen aus anderen Parks in China und Japan ihre Einkäufe tätigen. Es sind aber nicht nur die großen Einrichtungen, die Delfine aus Taiji abnehmen.

Delfine in kleinen Pools auf der ganzen Welt!

Es werden auch Delfine verkauft, die noch nicht dressiert wurden – diese sind günstiger zu bekommen.

Diese Tiere tauchen dann teilweise in kleinen, verdreckten Becken mit viel zu geringer Tiefe und Größe wieder auf. Sie bekommen Sonnenbrand und Hautausschläge und sterben. Auch so derart schlechte Haltungsbedingungen interessiert Japan nicht.

Diese Leute versuchen den Delfin irgendwie am Leben zu halten. Er bekommt Fleischabfälle oder was sonst noch zu finden ist. So lange der Delfin noch am Leben ist, wird Profit daraus geschlagen, stirbt er, wird er vergraben und man schaut sich nach einem neuen Delfin um. Manche Menschen sind so dumm und sehen nicht das die Delfine bewegungsunfähig, abgemagert und mit Sonnenbrandblasen überseht in einem Dreckloch liegen. Sie streicheln den Delfin und freuen sich über Selfies mit ihm.

Wanderzirkus im Ausland: Delfine die von Stadt zu Stadt geschleppt werden. Die Delfine bleiben stundenlang im LKW,  in einer Trage die in Tanks mit Wasser gehängt werden. Erst wenn der Pool aufgebaut und befüllt ist, bekommen sie wieder etwas mehr Wasser zur Verfügung, um für kurze Zeit ihre Kunststücke vorzuführen.  Diese Delfine überleben nicht lange.

Das muss endlich aufhören!!!

Gründe der Fischer!

Der erste Grund:

das Fleisch wäre wichtig für die Versorgung der Einwohner von Taiji. Angeblich werde das Fleisch der Delfine sehr gerne gegessen und hätte einen großen Stellenwert auf dem Speiseplan der Japaner.

Tatsächlich ist aber das Delfinfleisch nicht wirklich beliebt. Delfinschützer, darunter auch Ric O’ Barry haben sich in der Bevölkerung umgehört und mit Einwohner von Taiji und anderen Orten gesprochen. Delfinfleisch gilt als minderwertiges Fleisch und hätte eigentlich einen faden Geschmack.

Aber Delfinfleisch wird auch als hochwertiges Walfleisch verkauft. Ric O’ Barry und sein Team haben Proben untersuchen lassen, es wurden DNA-Tests durchgeführt. Walfleisch kann zu einem höheren Preis verkauft werden. Ironie an… Oder kennen die Japaner nur den Unterschied nicht? …Ironie aus.

Durch weitere Untersuchung kam heraus das Delfinfleisch stark mit Quecksilber und anderen Giften belastet ist, auch ein japanisches Labor hat das bestätigt und ein japanischer Arzt warnt davor, zu viel Delfinfleisch zu essen. Das Fleisch wird aber weiterhin an Schulen, Kindergärten und Altenheimen geliefert, wahrscheinlich da immer mehr Japaner das Delfin – und auch das Walfleisch ablehnen und ein Überschuss vorhanden ist. Auch die Regierung von Taiji kennt diese negativen Labor Untersuchungen, sie schauen zu wie sich die Leute mit Quecksilber vergiften. Das Fleisch wird auch Exportiert, Hauptabnehmer ist China.

Der zweite Grund:

die Tradition. Sie hätten schon immer Wale und Delfine gejagt und es gehöre zu Ihrer Kultur.
Wieder andere behaupten, die Delfine würden nur zu Forschungs-, Aufklärungs- und Informationszwecken gefangen.

Noch vor Jahren gaben die Delfinjäger zu, dass der eigentliche Grund der ganzen Jagd der sei, das man die Delfine gerne auszurotten möchte. (Was Menschen mit einer Delfinart schon gelungen ist, der Jangtse-Delfin oder Baiji genannt, wurde bereits ausgerottet.)

Sie gaben an, dass Delfine wie Kakerlaken seien und die Fischer nicht mehr genug Fisch fangen könnten, da Ihnen die Delfine die ganze Beute wegfressen. Sie müssten ausgerottet werden, damit wieder genug Fische für die Bevölkerung zur Verfügung steht.

Diese Aussagen treffen sie heute natürlich nicht mehr, denn zu viele Menschen werfen heute ein Augenmerk auf die Zustände in Taiji. Wenn überhaupt, wäre das Ganze umgedreht der Fall: die Fischer nehmen den  Delfinen die Nahrung weg, denn Delfine benötigen wirklich die Fische zum Überleben.

Das es immer weniger Fische und auch andere Lebewesen im Meer gibt, daran sind nicht die Bewohner der Meere verantwortlich, sondern der Mensch.

Es geht also nicht darum, eine Tradition aufrecht zu erhalten, es geht auch nicht darum die Bevölkerung mit Nahrung zu versorgen oder das sie an Delfinen forschen, sondern es geht rein und allein wieder um den Profit.

Und natürlich verdienen nicht nur die Delfinjäger, sondern auch die Regierung am Verkauf von lebenden Delfinen an Delfinarien. Der Verkauf von Fleisch bring bei weitem nicht so viel ein, wie der Verkauf von lebenden Delfinen. Ein zerlegter Delfin bringt in etwa 600 Dollar, ein lebender Delfin – z.B. ein untrainierter großer Tümmler – soll angeblich für 4000 – 7000 Dollar verkauft werden (Jungtiere 2500 Dollar). Ein bereits von Taiji-Trainern dressierter Delfin, soll sogar bis zu 150 000 Dollar einbringen!

Wer steckt hinter der Jagd?

Die Fischer töten und fangen Delfine und Kleinwale mit Genehmigung der Regierung. Es gibt ca. 26 aktive Delfinjäger (Fischer) und noch ca. 20-25 Helfer an Land. 

Wie im Film „Die Bucht“ durch Videoaufzeichnungen bewiesen werden konnte, sind grundsätzlich unter den Helfern auch Mitarbeiter des Walmuseums – das erkennt man an der Kleidung dieser Leute. Sie tragen die Aufschrift „Walmuseum“ auch die mit den Neoprenanzügen sind Delfintrainer und Mitarbeiten vom Delfinarium.

Hier beweist sich, wie herzlos es in Taiji zugeht. Auf der einen Seite führen die Angestellten des Delfinariums den Zuschauern vor, wie toll und wie lieb Delfine sind und hinter den Kulissen sind auch diese Menschen am Abschlachten und Vermarkten der Delfine beteiligt.

Jedes Jahr vom 1. September – 28./29. Februar werden die Delfine in die Bucht getrieben, für die Delfinarien ausgesucht, abgeschlachtet oder hin und wieder auch freigelassen. Die freigelassenen Delfine überleben meistens nicht, sie sterben an Verletzungen oder sind noch zu klein um alleine zu überleben. Das restliche Jahr schlachten die Japaner überall in Japan und auch außerhalb, meistens große Wale auf See ab.

Überblick Jahre:

2011/2012: 719 getötet – 51 in Gefangenschaft = Gesamt: 770 / 818 eingefangen – 48 freigelassen
2012/2013: 899 getötet – 247 in Gefangenschaft = Gesamt: 1146
2013/2014: 834 getötet – 158 in Gefangenschaft = Gesamt: 992
2014/2015: 751 getötet – 80 in Gefangenschaft = Gesamt: 831
2015/2016: 652 getötet – 111 in Gefangenschaft = Gesamt: 763
2016/2017: 595 getötet – 232 in Gefangenschaft = Gesamt: 827 / 1282 eingefangen – 455 freigelassen
2017/2018: 614 getötet – 106 in Gefangenschaft = Gesamt: 720 / 919 eingefangen – 199 freigelassen
2018/2019: 556 getötet – 241 in Gefangenschaft = Gesamt: 797 / 1200 eingefangen – 361 freigelassen
2019/2020: 560 getötet – 182 in Gefangenschaft = Gesamt: 742
2020/2021: 547 getötet – 140 in Gefangenschaft = Gesamt: 687
2021/2022: 500 getötet – 65 in Gefangenschaft = Gesamt: 565

Die genehmigten Quoten:

Die Delfinjäger (Fischer) bekommen jedes Jahr eine bestimmte, genehmigte Fangquote von der Regierung zugesprochen (abgesprochen mit den Fischern). Die Quoten, sind die Zahlen vor den Namen.

134 / Pazifische Weißseitendelfine
450 / Pazifische Streifendelfine
652 / Großer Tümmler
275 / Rundkopfdelfine
184 / Kurzflossen Grindwale
070 / Kleine Schwertwale
400 / Schlankdelfine

134 / Pazifische Weißseitendelfine
450 / Pazifische Streifendelfine
604 / Großer Tümmler
400 / Fleckendelfine
250 / Rundkopfdelfine
161 / Kurzflossen Grindwale
070 / Kleine Schwertwale

557 / Große Tümmler: 566 gefangen -144 getötet -121 in Gefangenschaft – 300 freigelassen
070 / Kleiner Schwertwal: 0
134 / Pazifische Weißseitendelfine: 8 gefangen – 8 in Gefangenschaft
400 / Schlankdelfine: 116 gefangen – 101 getötet – 15 in Gefangenschaft
265 / Rundkopfdelfine: 233 gefangen – 186 getötet – 12 in Gefangenschaft – 25 freigelassen
137 / Kurzflossen Grindwal: 149 gefangen – 61 getötet – 1 in Gefangenschaft – 87 freigelassen
450 / Pazifische Streifendelfine: 378 gefangen – 342 getötet – 1 in Gefangenschaft – 35 freigelassen

114 / Kurzflossen-Grindwale – 41 getötet – 2 in Gefangenschaft
509 / Großer Tümmler – 28 getötet – 41 in Gefangenschaft
070 / Kleine Schwertwale – 0
400 / Schlankdelfine – 40 getötet – 24 in Gefangenschaft
450 / Pazifische Streifendelfine – 383 getötet –
134 / Pazifische Weißseitendelfine – 0 getötet – 6 in Gefangenschaft
261 / Rundkopfdelfine – 250 getötet – 7 in Gefangenschaft

134 / Pazifische Weißseitendelfine – 4 in Gefangenschaft
450 / Pazifische Streifendelfine – 290 getötet
400 / Schlankdelfine – 0
462 / Große Tümmler – 66 getötet – 98 in Gefangenschaft
256 / Rundkopfdelfine – 245 getötet – 8 in Gefangenschaft
070 / kleine Schwertwale – 0
101 / Grindwale – 51 getötet – 8 in Gefangenschaft

134 / Pazifische Weißseitendelfine – 20 in Gefangenschaft
450 / Pazifische Streifendelfine (Blau-Weiß-Delfin) – 305 getötet
400 / Schlankdelfine – 32 in Gefangenschaft – 135 freigelassen
414 / Große Tümmler – 179 getötet – 286 freigelassen
251 / Rundkopfdelfin 248 getötet – 11 freigelassen
101 / Kurzflossen-Grindwale – 42 getötet – 1 in Gefangenschaft – 16 freigelassen
070 / Kleine Schwertwale – 0
Zwerggrindwal keine Quote – 10 freigelassen

450 / Pazifische Weißseitendelfine – 284 getötet – 4 in Gefangenschaft
414 / Große Tümmler – 25 in Gefangenschaft – 27 freigelassen
400 / Schlankdelfine – 0
251 / Rundkopfdelfine – 158 getötet – 21 in Gefangenschaft – 6 freigelassen
134 / Pazifische Weißstreifendelfine – 21 in Gefangenschaft
101 / Grindwale – 32 getötet – 3 in Gefangenschaft – 45 freigelassen
070 / kleine Schwertwale – 0
020 / Rauzahndelfine – 4 getötet – 24 in Gefangenschaft – 64 freigelassen
100 / Breitschnabeldelfine – 8 in Gefangenschaft – 47 freigelassen

134 / Pazifische Weißseitendelfine – 1 getötet – 7 in Gefangenschaft
450 / Pazifische Streifendelfine – 234 getötet, 5 in Gefangenschaft
414 / Große Tümmler – 15 getötet – 164 in Gefangenschaft
400 / Schlankdelfine – 16 in Gefangenschaft
251 / Rundkopfdelfine – 142 getötet – 26 in Gefangenschaft
101 / Kurzflossen Grindwale – 0
070 / kleine Schwertwale – 0
20 / Rauzahndelfine – 18 in Gefangenschaft
200 / Breitschnabeldelfine – 164 getötet, 5 in Gefangenschaft

100 / Pazifische Weißseitendelfine – 15 in Gefangenschaft
450 / Pazifische Streifendelfine – 247 getötet – 10 in Gefangenschaft
298 / Große Tümmler – 58 in Gefangenschaft
280 / Schlankdelfine – 51 in Gefangenschaft
251 / Rundkopfdelfine – 115 getötet – 25 in Gefangenschaft
101 / Kurzflossen Grindwale – 44 getötet – 14 in Gefangenschaft
049 / kleine Schwertwale – 0
020 / Rauzahndelfine – 4 in Gefangenschaft
200 / Breitschnabeldelfine – 154 getötet – 5 in Gefangenschaft

100 / Pazifische Weißseitendelfine – 6 in Gefangenschaft – 22 freigelassen – 1 im Netz gestorben
450 / Pazifische Streifendelfine – 227 – getötet
298 / Große Tümmler – 119 – in Gefangenschaft
280 / Schlankdelfine – 12 – in Gefangenschaft
251 / Rundkopfdelfine – 142 getötet – 3 in Gefangenschaft
101 / Kurzflossen Grindwale – 0
049 / kleine Schwertwale – 0
020 / Rauzahndelfine – 0
200 / Breitschnabeldelfine – 178 getötet

100 / Pazifische Weißseitendelfine
450 / Pazifische Streifendelfine – 232 getötet
298 / Große Tümmler – 60 in Gefangenschaft
280 / Schlankdelfine – 0
251 / Rundkopfdelfine – 159 getötet – 3 in Gefangenschaft
101 / Kurzflossen Grindwale – 44 getötet – 2 in Gefangenschaft
049 / kleine Schwertwale – 0
20 / Rauzahndelfine – 0
300 / Breitschnabeldelfine – 65 getötet

100 / Pazifische Weißseitendelfine
450 / Pazifische Streifendelfine
298 / Große Tümmler
280 / Schlankdelfine
251 / Rundkopfdelfine – 19 getötet
101 / Kurzflossen Grindwale
049 / kleine Schwertwale
20 / Rauzahndelfine 
300 / Breitschnabeldelfine

Überwiegend werden Große Tümmler an Delfinarien verkauft, da diese Tiere am besten zu trainieren sind und am längsten überleben. Aber auch andere Arten kommen in den Delfinhandel, egal wie lange sie überleben werden. Auch Jungtiere werden hin und wieder verkauft, wobei diese die höchste Sterblichkeitsrate haben. Viele Delfine überleben nicht einmal den Transport in die Delfinarien.

Alle 9 Delfinarten werden abgeschlachtet. 

Die meisten freigelassenen Delfine überleben nicht lange, sie sterben an Verletzungen oder sind noch zu klein um alleine zu überleben.

Küstenort Futo und Izumi Ishii (Kunito Seko)

Dieser Ort hat auch sehr lange Tiere abgeschlachtet, genauso wie in Taiji an einer Bucht.
Es gibt zwar immer noch jedes Jahr eine genehmigte Quote von ca. 80 Tieren, diese werden aber laut Angaben von Herrn Izumi Ishii (ehemaliger Delfinjäger in Futo) seit Jahren nicht mehr in Anspruch genommen.

Ganz im Gegenteil ist man in Futo dazu übergegangen, die Tiere zu schützen und stattdessen Whale Whatching Touren anzubieten. Dies ist Herrn Izumi Ishii zu verdanken, der seinen Mitmenschen dort gezeigt hat, dass man auch mit dem Schutz der Tiere und Whale Watching, Geld verdienen kann.

Allerdings werden in der Nachbar-Ortschaft Ito weiterhin Delfine gefangen, abgerichtet und an Delfinarien verkauft. Ob dazu die Fangquote aus Futo genutzt wird, ist mir nicht bekannt, auch nicht wie mit den Tieren dort umgegangen wird.

Izumi ist seit Jahren wahnsinnig engagiert, er steht in der Jagdsaison jeden Tag in der Nähe der Bucht und Fotografiert oder Filmt. Seine Nachrichten kann man bei Facebook verfolgen:
Izumi Ishii – Private Seite
Kunito Seko – Taiji – Protestseite

Auch meldet er sich während der Saison täglich in der Gruppe:
Never give up
TerraX Video mit Dirk Steffens und Kunito in Japan

Was hat sich verändert?

Nicht viel – Walschutz-Organisationen lenken seit Jahren die Aufmerksamkeit über das Schlachten in Taiji auf die Weltbevölkerung. Es wird berichtet, dokumentiert, gefilmt und protestiert. Viele Menschen wissen was in Taiji vor sich geht. Doch leider ist alles beim Alten. Es wird weiterhin gemordet, gequält und verkauft, weiterhin strömen die Menschen in die Delfinarien, in den Zirkus oder in die Meeresparks.

Nachdem der Film „Die Bucht“ ausgestrahlt wurde, wussten viele Menschen auf der Welt was dort vor sich geht. Es gab ein Ansturm der Entrüstung, das war bereits 2009. Meine Hoffnung lag ganz allein auf diesen Film. Doch leider hat auch das, nichts gebracht. 

Es gibt einzelne Tierschutz-Organisationen in Japan, die Proteste veranstalten um die Menschen in Japan aufmerksam zu machen, aber leider hat auch das bis jetzt nichts bewirkt.

Taiji kommt auch bei uns in den Nachrichten, immer wieder einmal, aber es hilft nicht. Ein kurzer Aufschrei und das war es. 

Aber die Delfinjäger haben etwas verändert. Bedingt durch die Anteilnahme vieler tierliebender Menschen werden die Delfine nicht mehr für jedermann sichtbar umgebracht, sondern in einem kleineren Abschnitt der Bucht, die von Land aus fast nicht einzusehen ist. Dort sind nun große Planen gespannt und sobald die Tiere dort separiert worden sind, wird eine Art Vorhang zugezogen. Ganz toll!  

Angeblich haben sie auch eine schmerzlosere Methode entwickelt, die Tiere zu töten. Hinter dieser Plane werden nun die Delfine mit einer Metallstange hinter halb ihres Blasloches abgestochen, das Loch wird mit einer Art Korken verschlossen, damit nicht „so viel“ Blut in den öffentlich sichtbaren Teil der Bucht laufen kann. Die Tötungsmethode wird von den Japanern als bessere und schmerzlosere Methode beschrieben. Das ist gelogen! Denn wie bereits belegt wurde, sterben die Tiere nicht sofort, sondern kämpfen minutenlang gegen ihren Tod an und verbluten ganz langsam. Es ist weiterhin eine sehr schmerzhafte und grausame Art, Delfine zu töten!

Die Fischer verhöhnen die Aktivisten die an der Bucht stehen, sie zeigen den Mittelfinger und Lachen während sie ein kleines Kalb unter Wasser drücken. Sie lachen und zeigen einen blutenden Delfin hoch. Sie zeigen wie sie einen Delfin die Kehle durchschneiden. Sie zeigen wie sie mehrere Delfine an ein Seil binden und im Kreis fahren um sie dann in das Schlachthaus zu fahren. Reine Provokation gegen die Menschen die diese Tiere lieben.

Der Kampf  gegen Taiji…

Das Team von Ric O’Barry, Sea Shepherd, LIA (eine japanische Tierschutzorganisation), Izumi Ishii und auch einige andere stehen Jahr für Jahr oben auf den Felsen der Bucht, stehen in der Nähe der Gehege, versuchen im Delfinarium zu filmen und zu fotografieren um der Welt zu zeigen was passiert.

Es reicht leider nicht aus. Weiterhin werden Delfine getötet und gefangen.

Bewirken können nur die Einheimischen Menschen etwas, indem sie kein Wal oder Delfinfleisch mehr essen. Indem sie weder das Delfinarium, noch irgendeine andere Einrichtung mit Delfinen besuchen. Indem sie Tag für Tag auf die Straße gehen, nicht nur in Taiji sondern auch in andern Städten. Sie müssen die Leute  aufklären, damit die Stimmen lauter werden. Ich bin der Meinung, dass nur die einheimische Bevölkerung das Massaker stoppen kann.

Meine Meinung:

Ich bin wütend, schockiert und fassungslos. Jedes Jahr ab dem 1. September und an jedem weiteren Tag bis März denkt und sieht man die Grausamkeiten in dieser Bucht. Es blutet einen das Herz und man ist hilflos. 

Das restliche Jahr über denkt man an die Wale im Meer weit draußen, die geschlachtet werden.

An die Gefangenen die gequält werden, die Hungern, die einsam sind und ihre Familie vermissen.

An die, die verkauft werden um in irgendeiner anderen Stadt den Rest ihres Lebens in kleinen oder auch größeren Betonbecken, in Behältern, in dreckigen Pools oder im Wanderzirkus die dort ihre oft geringe Lebenszeit verbringen müssen, gebrochen, gequält, hungernd, geschunden, einsam und oft krank, nur um ein paar Menschen ein paar Minuten zu begeistern. 

Menschen die nicht hinsehen, die nicht merken was für ein armes, ängstliches und notleidendes Tier dort im Becken sitzt. Diese Menschen werde ich niemals verstehen, sie klopfen an Scheiben, sie jubeln und fotografieren, sie streicheln die Tiere und begreifen einfach nichts oder es ist ihnen schlichtweg egal. 

Solange Delfinarien und andere Einrichtungen mit Delfinen besucht werden, wird das Geschäft in Taiji ein Millionengeschäft bleiben, werden auch andere ihr Geschäft mit Walen und Delfinen nicht beenden. Schuld an allem sind die Menschen die nicht aufhören diese Orte aufzusuchen und die, die das Fleisch dieser Tiere essen.

Die Japaner… ich hasse sie nicht alle, ich hasse nur die, die den Tieren das antun. Die brutalen Mörder und Tierquäler. Ich hasse alle Menschen, egal welcher Herkunft, die Tiere quälen, vernachlässigen oder töten. Jeder der Tiere quält muss dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Auch wenn ich der Meinung bin, das wir von außerhalb nicht viel tun können.
Aufgeben ist keine Option!!

Was ihr tun könnt:

  • Besucht keine Delfinarien und Parks
  • Klärt andere Menschen über Taiji und Delfinarien auf
  • Nimm nicht an Delfinschwimmen teil
  • Erwähnt Delfinarien nicht positiv
  • Nimm nicht an Delfintherapien teil
  • Unterschreibt Petitionen
  • Setzt euch auf Facebook oder andern Plattformen für Delfine ein
  • Fliege nicht mit Fluggesellschaften, die Delfine transportieren
  • Bleibt solchen Ländern fern
  • Fahrt nicht mit Schifffahrt-Unternehmen die Orte anfahren wo Delfine geschlachtet/gefangen werden.
  • Esst niemals Walfleisch oder Delfinfleisch
 
Unterstützt wenn möglich:
 
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Schiffsemission

Schiffsemission– Dreckschleudern auf hoher See! Der Meeresboden, das Wasser, die Luft wird durch die Seeschifffahrt belastet. 2 % der klimaschädlichen globalen CO2-Emissionen allein durch den Schiffsverkehr.

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Walfang Norwegen

Norwegen ist die größte Walfangnation der Welt!
Jedes Jahr das Gleiche! Am 1. April beginnt die Saison. Sie machen Jagd auf Wale und zwar in sehr großen Mengen, obwohl das Fleisch nicht wirklich beliebt ist.

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Ballastwasser

Ballastwasser, Fremde Tiere/Pflanzen im Ökosystem! Tag für Tag hat jedes Schiff viele kleine und auch größere blinde Passagiere an Bord. Jedes Jahr fließen 20 Millionen Tonnen Wasser in die Nord- und Ostsee.

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Schutzorganisationen für weitere Informationen!